Madonna ist die Nummer 1
Auch in diesem Jahr gab es am Silvestertag die 100 meistgevoteten Songs aus dem 90s90s Countdown. Platz 100 ging an The Prodigy. Platz 1 an Madonna. Alle Platzierungen hier.
Auch in diesem Jahr gab es am Silvestertag die 100 meistgevoteten Songs aus dem 90s90s Countdown. Platz 100 ging an The Prodigy. Platz 1 an Madonna. Alle Platzierungen hier.
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Der Song erschien 1999 als letzte Single aus „Ray of Light“ und markierte einen persönlichen Endpunkt des Albums. Er zeigt Madonna in einer Phase, in der Rückzug, Klarheit und Neuorientierung wichtiger waren als große Pop-Gesten.
„Nothing Really Matters“ ist kein großer Schlusspunkt, sondern ein leises Innehalten. Der Song beschließt ein Album, mit dem Madonna sich neu sortierte. Nicht über Provokation, sondern über Selbstprüfung. Entstanden mit Patrick Leonard sowie William Orbit und Marius De Vries, sucht der Song keine Effekte, sondern Klarheit. Auslöser war die Geburt ihrer Tochter Lourdes. Der Text handelt von Nähe, Verantwortung und der Einsicht, dass Bedeutung nicht aus Kontrolle entsteht. Genau deshalb wirkt der Song bis heute ruhig und stimmig.
Musikalisch macht „Nothing Really Matters“ vieles anders als erwartet. Keine Rockpose, kein großer Refrain. Stattdessen Luft, elektronische Flächen und eine bewusst fragile Dramaturgie. Die von Marius De Vries eingebauten Störfrequenzen eröffnen den Song und kippen jede Balladenroutine. Erst spät setzt ein mittleres Dance-Tempo ein, ruhig und kontrolliert. Madonnas Stimme bleibt der feste Mittelpunkt. Auch das Video von Johan Renck folgt dieser Haltung: Die Geisha-Figur wirkt nicht dekorativ, sondern als Bild für Nähe, Kontrolle und Projektion.